Schimmel verhindern

Inhaltsverzeichnis
1. Was die Bierflasche mit Schimmel zu tun hat
2. Bierflasche und Fensterglas
3. Schimmelvermeidung durch die optimale Raumtemperatur

Durch das richtige Raumklima und ein korrektes Lüftungsverhalten kann Schimmel verhindert werden, sodass er gar nicht erst entsteht. Auf dieser Seite werden daher die wichtigsten Verhaltensregeln und Tipps zur Vorbeugung von Schimmel besprochen.

Was die Bierflasche aus dem Kühlschrank mit dem Schimmel zu tun hat

Lust auf ein Feierabendbier? Kühlschrank öffnen, Bierflasche greifen, Fernseher anschalten und sich entspannen. Was hat dies nun mit Schimmel zu tun? Während Sie das kühle Bier langsam trinken, bilden sich langsam kleine Wassertropfen auf der Glasoberfläche des Bieres. Die wärmere Luft in Ihrer Wohnung kühlt in der Nähe der Bierflasche langsam ab und gibt dabei Feuchtigkeit ab.
Dies liegt daran, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kalte. Ist die Luft beispielsweise 30 Grad, so kann sie bis zu 30 Gramm Wasser pro Kubikmeter aufnehmen. Hat die Luft aber eine Temperatur von nur 10 Grad so liegt das Aufnahmemaximum bei knapp 9.5 Gramm. Intersassante Links zum Speichervermögen gibt es hier und hier.
Kühlt die warme Luft also ab, gibt Sie ein klein wenig Wasser an die Glasoberfläche ab – auf der Bierflasche bildet sich Tauwasser.

Bierflasche und Fensterglas

Schimmel am Fenster

Durch falsches Lüften kondensiert Wasser an den Fensterscheiben und bildet die besten Voraussetzungen für den Schimmelpilz

Genau nach dem gleichen Prinzip bildet sich in der Wohnung an den Fensterscheiben oder den Innenwänden Feuchtigkeit.

Schimmelvermeidung durch die optimale Raumtemperatur

Was ist nun die optimale Raumtemperatur im Winter, damit der Wohnungsbewohner sich wohl fühlt, und Schimmel dennoch nicht begünstigt wird. Der schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband schreibt in seinem Merkblatt zu Schimmelpilzsanierungen, dass die Temperatur zwischen 20 bis 21 Grad sein sollte. Im Schlafzimmer darf es mit 18 Grad etwas kühler sein. Bewohnt man einen Altbau mit schlechter Dämmung werden die genannten Temperaturen teilweise als zu tief empfunden. Dies liegt an den im Vergleich zu Neubauten kälteren Aussenwänden. Um den Schimmel zu vermeiden sind daher bei Altbauten leicht höhere Temperaturen empfohlen.

Die Unsitte Luftbefeuchter

Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit in der Wohnung kann man teilweise im Winter das Gefühl bekommen, dass die Luft trocken ist. Auf keinen Fall sollte man dann aber auf die Idee kommen, ein Luftbefeuchter in der Wohnung aufzustellen.

Im Keller steht die Schimmelwelt Kopf

In den Kelleräumlichkeiten sieht die ganze Schimmelwelt komplett anders aus. Wieso? Weil der Keller komplett andere Voraussetzungen hat. Hier sind nämlich die Sommermonate viel gefährlicher als die Wintermonate. Im Sommer sind die Aussentemperaturen jeweils viel höher als die Temperatur im Keller. Vom Schimmelbeispiel mit der Bierflasche wissen wir, dass damit die Aussenluftfeuchtigkeit ebenfalls höher ist. Werden nun Kellertüren und Kellerfenster fürs Lüften geöffnet, gelangt nicht wie in der Wohnung trockene Luft in den Keller, sondern warme mit viel Feuchtigkeit angereicherte Luft hinein. Nach dem Schliessen der Türen und Fenster kühlt die Luft langsam ab und gibt das Wasser an die Wände ab. Dadurch steigt die Gefahr eines Schimmelbefalles des Kellers.

Quellen und weiterführende Links

adobe-pdf-icon Broschüre betreffend Schimmel vom schweizerischen Bundesamt für Gesundheit
adobe-pdf-icon 70 seitige Wegleitung zu Feuchtigkeitsproblemen vom schweizerischen Bundesamt für Gesundheit